Unsere Obstsorten

elstarElstar
ist eine Kreuzung aus Golden Delicious und Ingrid Marie. Sein erfrischender, würzig und fein-säuerlicher Geschmack hat ihn schnell an die Spitze der Hitliste gebracht. Er hat ein saftiges, knackiges Fruchtfleisch von weiß-gelblicher Farbe. Geerntet wird er von Ende September bis Anfang Oktober. Seine Genussreife dauert von Ende September bis April. Lagerfähig: 3 Monate

Jonagold
ist eine Kreuzung aus Golden Delicious und Jonathan. Dieser Apfel hat einen feinen, süß-säuerlichen Geschmack mit einem ausgewogenen Zucker-Säure-Verhältnis. Die Sorte ist bekannt für ein saftiges, gelbes Fruchtfleisch, welches später vollreif, weich und mürbe wird. Erntezeit ist von Ende September bis Oktober, genussreif von Oktober bis Mai. Lagerfähig: 4 – 5 Monate

holsteiner1024Holsteiner Cox
Die Frucht ist mittelgroß, grüngelb bis rot und hat gelbes, knackiges, saftiges Fleisch, welches süßaromatisch ist. Geerntet wird ab Mitte September bis Anfang Oktober und essbar ab Oktober bis März bei richtiger Lagerung!

Boskoop
hat einen erfrischenden, säuerlich-würzigen Geschmack. Er ist besonders gut zum Backen oder für Apfelpfannkuchen geeignet. Es gibt ihn als roten und grünen Boskoop. Der rote Boskoop schmeckt erfrischend fruchtig-säuerlich und etwas würzig. Er hat ein festes, saftiges Fruchtfleisch, welches später mürbe wird. Die grüne Variante ist geschmacklich etwas herb-säuerlicher. Pflückreife des Boskoops ist Ende September bis Mitte Oktober. Genussreif ist diese beliebte Brattapfelsorte von November bis April. Haltbarkeit: ca. 4 – 5 Monate

Fiesta
ist eine Kreuzung aus Cox Orange und Idared. Die Frucht ist mittelgroß bis groß, flachkugelig bis platt. Die Farbe der Schale ist  gelbgrün, auf der Sonnenseite rot geflammt und glatt und dick. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, fest und knackig. Sein Geschmack
ist saftig, süß-säuerlich, aromatisch, Reif gilt der Fiesta ab Mitte September und genussreif ca. 6 Wochen, Lagerfähig: ca. 4 – 5 Monate

100_3106aPinova
ist eine Apfelsorte, die aus der Kreuzung von Golden Delicious und Clivia entstanden ist. Clivia wiederum ist eine Kreuzung aus Geheimrat Dr. Oldenburg und Cox Orange. Die Frucht ist klein bis mittelgroß. Die Grundfarbe ist gelb, die Deckfarbe ist ein leuchtendes orangerot[1] und bildet sich erst im Verlauf des Reifeprozesses immer stärker heraus. Das Fleisch ist fest, saftig, süßsäuerlich, aromatisch und würzig. Die Sorte ergibt sehr gute Tafeläpfel, die auch zum Kochen und Backen geeignet sind.

Der Pilot
ist ein mittelgroßer Kulturapfel und eine Kreuzung aus den Apfelsorten Clivia und Undine. Der Apfel kann ab Ende September geerntet werden und erreicht im Februar Genussreife. Die Apfelsorte ist bis Mai/Juni lagerfähig. Die Schale des Apfels ist rau und druckfest. Die gelbe bis orange Grundfarbe wird bis zu 60 Prozent von einem kräftigen Zinnoberrot überdeckt. Das feste und saftige Fruchtfleisch hat einen süß-säuerlichen Geschmack.

quince-64729_1280Birnen verschiedene Sorten, je nach Saison (Conference, Abate, Williams Christ)
Birnen gehören – wie die Äpfel – zu den Rosengewächsen und sind Kernobst. Schon die alten Römer bauten Birnen an. Mittlerweile gibt es über 5000 Birnensorten, die bei uns bekanntesten sind Gute Luise, Alexander Lucas, Abate Fetel und Williams Christ. Allen Birnen gemeinsam ist ihre flaschenähnliche Form. Farblich variieren sie von Grün über Gold-Gelb bis hin zu leuchtendem Rot.

Quitte
Quitten gehören zu den Rosengewächsen und sind eng mit Äpfel und Birnen verwandt. Man unterscheidet zwischen der herben Apfelquitte und der milderen Birnenquitte. Die Quittenfrucht enthält viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, Gerbstoffe, Gerbsäure, organische Säuren sowie viel Pektin und Schleimstoffe. Das Fruchtfleisch enthält wirksame Stoffe, die Halsentzündungen und Darmstörungen positiv beeinflussen können.

 


 

100_1001aDer Apfel
One apple a day keeps the doctor away“ (Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern).

Äpfel enthalten gut lösliche Trauben- und Fruchtzucker und liefern damit sofort Energie. Die Apfel- Ballaststoffe Cellulose und Pektin fördern die Verdauung, die Pektine binden zudem Giftstoffe im Darm, in dem sie aufquellen und dabei schädliche Zersetzungsprodukte „auffressen“ – altbewährtes Mittel gegen Durchfall. Gerbstoffe und Fruchtsäuren unterstützen diese Wirkung. Wegen des Gehalts an Fruchtsäuren gilt der Apfel auch als „biologische Zahnbürste“, obwohl er das abendliche Zähneputzen nicht ersetzen kann. Äpfel enthalten mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente. Der Apfel ist Träger der Vitamine Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6, E, Niacin, Folsäure und Vitamin C. Im Gehalt an Vitamin C weisen die Apfelsorten recht unterschiedliche Werte auf, z.B. gering bei Gala, mittel bei Cox Orange, Elstar und Jonagold, hoch z. B. bei Boskoop. Die meisten Vitamine und Mineralstoffe sitzen direkt unter der Schale, deshalb: Apfel gut waschen und ungeschält essen. Äpfel sind nicht nur gesund, sondern auch hervorragende Durstlöscher. Sie bestehen zu 85% aus Wasser und eignen sich daher sehr gut als Saftobst.

Geschichte des Apfels:
Seine Urheimat liegt in Westasien und dem Kaukasus, von wo aus er während der Völkerwanderung nach Griechenland gebracht wurde. Von den Griechen lernten die Römer das Wissen um die Veredelung der Apfelbäume, welches sie dann auch den Mitteleuropäern hinterließen. Im 17. Jahrhundert gab es nur 60 verschiedene Apfelsorten. Doch ihre Anzahl stieg, sodass es im 19. Jahrhundert bereits mehr als 4.000 verschiedene Sorten gewesen sein sollen, die in Geschmack, Schalen- und Fruchtfleischfarbe variierten. Es wird angenommen, dass ihre Zahl heute bereits bei über 20.000 liegt.

Bild023Apfelernte
Geerntet werden Äpfel etwa Juli bis Oktober. Apfelblätter und Apfelblüten sammelt man von April bis August.

Integrierte Produktion
Das bedeutet zum einen, dass Nützlinge gefördert werden. Dazu gehören beispielsweise Greifvögel, die Wühlmäuse fressen und durch Sitzstangen eingeladen werden, in der Obstanlage auf die Jagd zu gehen. Dazu gehören ebenso andere Vögel, die Insekten fressen. Durch Hecken, in denen die Vögel einen Nistplatz finden, kann man die Zahl der Vögel in einer Obstanlage erhöhen.

Nützlinge sind aber ebenfalls Marienkäfer und Florfliegen, deren Larven die Blattläuse fressen und Raubmilben, die den „Roten Spinnen“ nach dem Leben trachten. Ganz besonders wichtige Nützlinge sind die Regenwürmer. Als natürliche Müllabfuhr sorgen sie im Winter dafür, dass die Blätter vom vergangenen Jahr verschwinden. Sie ziehen die Blätter in ihre Gänge im Erdreich und fressen sie dann. Dies ist für die Hygiene in der Obstanlage ganz besonders wichtig.

Auf den Blättern überwintert u. a. nämlich einer der größten Feinde des Apfels. Auf der Unterseite der Blätter befinden sich ganze Nester von Pilzsporen. Einer dieser Pilze, der so genannte „Apfelschorf“ kann den Apfel im Frühjahr und im Sommer befallen. Er bekommt hässliche braun-schwarze Flecken auf der Schale oder im schlimmsten Fall stirbt er ab. Sind nun aber genügend Regenwürmer im Boden vorhanden, ist dies der beste Schutz. Im Sommer, wenn das Blattwerk noch am Baum sitzt, lässt man das Gras nach dem Mähen liegen.

Das abgemähte Gras dient aber nicht nur den Würmern zum Fraß, sondern führt auch die Nährstoffe wieder dem Boden zu und hilft damit der Düngung. Im integrierten Pflanzenbau werden diese und noch viele andere Wechselwirkungen berücksichtigt. Pflanzenschutzmittel werden nur eingesetzt, wenn Krankheiten oder Schädlinge den Apfel derart bedrohen, dass es ohne chemische Hilfe aussichtslos ist.